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4.Januar 2009, Edina Thern zu Gast im Salon

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Das Leben in der Sprache bewegt die Menschen. Trotz widriger Witterungsbedingungen traf sich ein gediegener Kreis am ersten Sonntag des neuen Jahres zur Lesung von Edina Thern in der Pressecker Schulstrasse. Beträchtliche Mengen an Neuschnee und unsichere Verkehrsverhältnisse stellten für Erich Barth aus Fichtelberg, Frau Dr. Hohenberger aus Kulmbach, Frau Rosalie Kühl aus Kupferberg, Herrn Gerhard Marek und Frau Doris Richter aus Waffenhammer, Frau Renate Winterfeld aus Stadtsteinach und Frau Marion Kasat aus Unterbrumberg kein Hindernis dar, um sich auf den Weg ins Pressecker Dorf zu wagen. Und ihre Mühe wurde belohnt. Bei Tee, Kaffee und von der Hausherrin frisch gebackenem Apfelstreusel gab es eine Menge origineller geistiger Leckerbissen von Edina Thern, die einen bewegenden Einblick in ihr literarisches Schaffen vermittelte. Von eindrucksvollen “Jungmädchen-Gedichten” über den Ida-Zyklus, der gravierende Lebenserfahrungen verarbeitet, bis zu feinen, teils sinnlichen, teils erotischen Liebesgedichten und den für die Künstlerin schon typisch gewordenen Dichtungen über Landschaft und Jahreszeiten enthüllte die Autorin eine erstaunliche Bandbreite des Könnens und der schöpferischen Verwirklichung. In seiner Rede zur Einführung stellte Wolfram Stutz den Satz “Ida sieht und fischt und sammelt Augenblicke” als repräsentative Aussage über den Wert des Schreibens von Edina Thern heraus: Grundmerkmal der Thernschen Gedichte sei genau dies: die Poetin sieht ungewöhnliche Aspekte des Lebens, sie fischt verblüffende Details aus der Gegenwart, sie sammelt markante Eindrücke im Gedicht und gibt all das in einer Sprache wieder, die “fremd und anders” wirkt, zugleich aber im Hörer eine Atmosphäre von Buntheit, inspirierender Fülle und Lebensfreude erweckt. 

Marion Kasat, Wolfram Stutz und Edina Thern

Edina Thern liest

Edina Thern und Katerina Alevizou-Stutz

Auf den Fotos von links nach rechts: Eleonore Hohenberger und Gerhard Marek; Renate Winterfeld, Doris Richter und Rosalie Kühl; Robert Thern und Erich Barth; weitere Bilder und einige Textauszüge auf der folgenden Seite

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