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04.10.09. Andrea Senf zu Gast im Salon

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Andrea Senf, Einzelfoto, schenkt ihren Zuhörern prickelnde Freude und weckt Ideen. Hier Rainer Unger, Edina Thern, Herr Senf, Dagmar Berthold und Rosalie Kühl.

Ehepaar Alevizou-Stutz

E.Barth, M.Asad, J.Dudzig

W.Stutz, E.Thern, V.Dornacher

J.Dudzig, D.Stutz, Ch.Oertel

Gelungene Premiere! Andrea Senf hielt die erste Einzellesung ihres Lebens in Presseck. Niemand merkte das, denn ihr Auftreten war heiter, gut gelaunt und von natürlicher Souveränität.

Ihren Begrüßungstext “Warum ich schreiben lernen will” beendet die Autorin aus Mainleus mit den Worten: “Ich bin der Meinung, auf unserer Welt muss viel viel mehr gelacht werden, vielleicht treten dann Zufriedenheit, Wärme und Menschlichkeit wieder etwas mehr in den Vordergrund!” Nach diesem programmatischen Satz leitet Andrea Senf über zu der Erzählung “Schenkt das Leben dir Zitronen...”. Hier ist das zentrale Thema “Es muss doch noch mehr für mich in diesem Leben geben!” Eine Frau namens Julia ist von ihrem Freund, “der seit Jahren seinen Egotrip durchzog”, regelrecht abserviert worden. Udo, der in der letzten Zeit nicht gelebt hat, sondern “bestenfalls funktioniert”, trägt sich mit Selbstmordgedanken, weil seine Freundin Marion ihm den Laufpass gegeben hat. Doch der Wunsch, eine neue Partnerin zu finden, überwiegt. Und so treffen sie zusammen, Julia und Udo, und die junge Frau bietet dem Junggesellen einen rotbackigen Apfel an. Udo malt ein Kleeblatt in seine Wanderkarte, an der Stelle, an der er Julia gerade begegnet ist, und diese fragt: “Was tun Sie da?” Antwort: “Ach, ich kennzeichne die Stelle auf meinem Lebensplan, an der ich beschlossen habe, ab sofort ein glücklicheres Leben zu führen.” Im dritten Text des Tages schildert Andrea Senf eine heikle Art von Liebe, Personenkult und Star-Verehrung. In “Magie der Liebe” erwartet eine fanatische Anhängerin ihren Superstar vor seinem Hotelzimmer. “Sie wollte ihn mit ihrer Liebe konfrontieren und ihm Mut machen, zu dieser Liebe zu stehen. Auch er musste es spüren! Sie war sein Glück. Das musste er einsehen. Doch er sah sie ausdruckslos an, schob sie auf die Seite und verschwand in seinem Zimmer.” Diese Abweisung kann Sylvia nicht verkraften, und sie schmiedet einen Mordplan, sie will die Ehefrau ihres Idols aus dem Weg räumen. Eine Tötungszeremonie mit einem Strohpuppenkörper soll das Hindernis ihrer Liebe vernichten. - Der Text löste eine spannende Diskussion aus.

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