gmitte

.Sonntag 01.11.09, Hubertus Knabe zu Gast im Salon

weiter

knabe salon11,17
knabe salon11,1
knabe salon11,2
knabe salon11,3
knabe salon11,4
knabe salon11,12
knabe salon 11,13
knabe salon 11.15

“Als ich am Vormittag losgehe, ist alles noch so friedlich und still in dem kleinen Odenwalddörfchen. Man könnte fast meinen, es herrsche tiefster Friede. Aber im fernen Westen bummert es schon pausenlos. Dort ist die Front.” Hubertus Knabe spricht vom Jahr 1945. Aus seinem Buch “Fahnenflucht”, welches der Gegenstand des literarischen Nachmittags in Presseck im Hause Stutz ist, liest Knabe kapitelweise vor. Interessant ist es, der Humor kommt nicht zu kurz, die gemütliche, warmherzige Vortragsart des Autors tut gut, man hört ihm gerne zu, und niemand stört sich daran, dass am Ende der Lesung die vorgesehene Zeit überschritten ist. Zu angenehm und anregend sind die Ausführungen von Hubertus Knabe und man lauscht gern seinen Worten. Seine eigene Gesamtsicht, das Buch betreffend, wird auf Seite 254 reflektiert. Der betreffende Absatz wird hier ungekürzt wiedergegeben.

“Den Aussagewert meines Buches werden die Leser sicher unterschiedlich beurteilen. Ich habe mich nach Abschluss der Arbeiten selbst dabei ertappt, dass ich nach einem spezifischen Gewinn für mich suchte. Er besteht vor allem darin, die beinahe lebenslange Auseinandersetzung mit meinem Vater zu einem gewissen, wenn auch nicht rundum befriedigenden Abschluss gebracht zu haben. Darüber hinaus beeindruckt mich an der Geschichte der tolldreisten ‘Fahnenflucht’ die Möglichkeit des Ausstiegs. Eine solche Option ist für den Einzelnen wie für grosse Menschengruppen unverzichtbar. Es gibt keine unumkehrbaren Wege in Verhängnisse und Katastrophen, weil auch die Umkehr und der radikale Ausstieg möglich sind.”

Ehepaar Inge und Werner Rasper sind als Zuhörer im Salon

glinks

Autoren

button
button
button
button
button
button
button
banner1
button