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07.06.09 Karin Minet im Salon

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Hubertus Knabe, Philipp Thern, Karin Minet, Dagmar Berthold und Erich Barth in der Pause

Katerina Alevizou-Stutz im Gespräch mit Elzbieta Stüdemann, im Hintergrund Ehepaar Binder

Miriam Stutz und Jürgen Linhardt in Erwartungshaltung

Karin Minet wird geehrt. Seit zehn Jahren arbeitet sie für den Kulmbacher Literaturverein als erste Vorsitzende und steht im Zentrum der Verantwortung. Wolfram Stutz erläutert, weshalb die Würdigung dieser Arbeit unabdingbar ist. “Oberflächlichkeit führt zu Verlusten, Gedankenlosigkeit führt zu unscheinbaren, aber gravierenden Schäden: Respekt, Dankbarkeit und Verbundenheit verlieren an Substanz, wenn keine Besinnung auf das Gute, das uns widerfuhr, statt findet. Eine hohle Dankbarkeit trägt nicht, ein formeller Respekt hält widrigen Situationen nicht stand, eine vorgetäuschte, fassadenhafte Verbundenheit kann sich in Krisenzeiten nicht bewähren. Deshalb ist es notwendig und unverzichtbar, sich das Verbindende bewusst zu machen. Wir verfallen in eine ruhelose Unersättlichkeit und chaotische Zerstreutheit, wenn wir unsere positiven Erfahrungen nicht innerlich verarbeiten.” Unter anderem hebt der zweite Vorsitzende des Vereins die konzentrierte Menschlichkeit von Karin Minet hervor. “In diesem Moment bist du der wichtigste Mensch für mich”, diese Worte aus “Meine Zeit” von Karin Minet sprechen ein Gefühl aus, dass die Vorsitzende seit vielen Jahren lebt, repräsentiert und den Mitgliedern des Vereins gegenüber verwirklicht. - Elzbieta Stüdemann übernimmt nach der Begrüßung das Wort. Sie bezieht sich in ihren Ausführungen auf Karin Minets Aussage “Ich schreibe nicht, und ich werde nie schreiben”.Frau Stüdemann stellt die Frage: “Trägt man ausschließlich als Schreibender zur Entstehung und Weitergabe wertvollen Gedankenguts bei?” und antwortet selbst: “Es gibt Menschen, die in einer unauffälligen, schriftlich nicht dokumentierten Weise am Reifeprozess vielfältiger Gedanken teilnehmen. Du, liebe Karin, gehörst nach meinen Erfahrungen bei den Kulmbacher Literaturbegegnungen ohne Zweifel zu diesen Menschen.” Als Reverenz an die Vereinsvorsitzende liest Elzbieta Stüdemann auch ein Gedicht ihrer Tochter Adriana Sell vor: “Ein kleiner Gedanke vermag Großes zu entfachen, wenn er weiter gegeben wird. Der Gedanke vervollkommnet sich in dem Gedanken des anderen.” 

oberes Foto: Jürgen Dudzig und Wolfram Stutz, unteres Bild: Katerina und David Stutz

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