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Hör-Anthologie
Unveröffentlichte Texte, von den Autoren selbst gelesen, werden zur Zeit von Ulead Productions in Presseck aufgenommen. Die ersten Ergebnisse sind schon gespeichert, ein viel versprechendes Unternehmen hat begonnen. Die Idee wurde geboren, als Wolfgang Rehmert in Presseck weilte (Oktober 2009), um das Hörbuch “Miscellarium” (eigene Gedichte, gelesen von Annica Brandenburg) im Zimmer-Studio von David Stutz aufnehmen zu lassen.
Erich Barth
Michael Asad
Wolfram Gittel
“Kann Augenblick zu Ewigkeit sich weiten?” Erich Barth trägt mit Besonnenheit und Ruhe sein tiefgründiges siebenstrophiges Gedicht “Das Geschenk” vor. Er forscht mit seinen Gedanken nach der Realität des Lebens, nach des Gegenwärtigen Bereich. Freilich sind ihm nicht immer die rechten Worte zur Hand, denn: “Während ich davon zu schreiben suche, flieht mir des Ausdrucks angemess’nes Maß.” Prädikat: besonders meditativ!
Asads Pasterfield-Fragment wird möglicherweise ein einmaliges, niemals nachlesbares Bruchstück bleiben, denn der Autor hat diesen Stoff ad acta gelegt und ist nicht geneigt, diese unvollendete, aber überaus reizvolle Arbeit dem Publikum vorzulegen. Ein großer Moment in der Geschichte: Der Held raucht eine unvergleichliche “Lord Barrimgton”: “Ich angelte mir eine der unauffälligen Zigaretten, zündete sie an und nahm einen Zug. Es kam mir vor, als würde meine Lunge durch wertvolle Myrrhe und Weihrauchstoffe angereichert, und ich fühlte mich plötzlich an frühe Kindertage erinnert, in denen ich oft Dampfbäder nehmen musste, um einer Erkältung vorzubeugen. Nie geahnte Glücksgefühle überkamen mich...”
Gittel liest aus seinem, ebenfalls unvollendeten, Skript “Camp 101” von einem spannenden und in seiner Art sehr drastischen Versuch, dem Gefängnis zu entkommen. Er hofft allerdings, durch diese Aufnahme zum Weiterschreiben inspiriert zu werden.

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