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“Geh über nichts hinweg, was dich berührt!”

So sagt Papierhüter Pan im zweiten Kapitel von “Das Geheimnis” zu Antigone. Mit eben diesen Worten begrüßen wir unsere Besucher und Leser. Wir hoffen, mit unseren Worten, Kommentaren und Berichten, mit unseren Erzählungen und Gedichten, Menschen zu erreichen und zu berühren. Wir möchten die einzelne Person ermutigen, ihr neue Gedankenräume erschließen und sie ermutigen, wirkliche geistige Freiheit zu genießen. Wir werden auf unserer Homepage Fotos und Fakten, Gedanken und Hinweise, Entwürfe und Entstehungsgeschichten, Auszüge aus Texten und Varianten zur offiziellen Version eines Gedichtes oder einer Erzählung veröffentlichen, um den interessierten Leser auf mannigfaltige Weise anzuregen, zu inspirieren und zur Beschäftigung mit der Sprache zu motivieren.

Marcel Proust schreibt in “Tage des Lesens: “ Lesen ist der Zauberschlüssel, der das Tor zu Räumen in der Tiefe unseres Selbst öffnet, in die wir sonst nicht einzutreten vermocht hätten.” Er weist den Leser an, nicht nur auf den Sinn des Gelesenen, die Schönheit oder Schlichtheit der Sprache, das Gewicht der Aussage zu achten, sondern die Aufmerksamkeit auch auf das eigene innere Erleben zu konzentrieren: die Richtung, in die sich die eigenen Gedanken unter dem Einfluss der Lektüre entwickeln, wahrzunehmen, die Ideen, inneren Bilder und mehr oder weniger deutlichen Gefühle zu registrieren, die auftreten, wenn das Buch aus der Hand gelegt wird.

Künstlerische Freiheit und Wahrhaftigkeit: “Lassen wir einmal die grammatische Korrektheit beiseite. Sie ist eine nützliche, doch negative Qualität. Es gibt eine grammatische Schönheit, die nichts mit der Korrektheit zu tun hat.” (Proust) “Sprich die Wahrheit, ehe dein Leben dahin ist!” (Tausendundein Nächte) In diesen beiden Zitaten verbirgt sich ein Programm, das über kleinliche Genauigkeit und Herzensbürokratie hinaus geht und sich hauptsächlich orientiert an der Wahrheit des eigenen Erlebens. Das Leben ist schon “dahin”, wenn der Mensch verlernt hat, wahrhaftig zu sein, und es blüht wieder auf, wenn Ehrlichkeit und Unbefangenheit in sein Verhalten zurückkehren.     

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