
Literaturforum von Irmhild Dotzauer
Ist meine innere Stimme noch intakt? Kann ich mich auf meine Intuition verlassen? Wie finde ich heraus, ob meine inneren Impulse stimmen, das heißt: letztlich Gutes bewirken? Diese Themen spielen eine Rolle im Märchen vom Mann, der nie mehr im Leben lachte. Irmhild Dotzauer begrüßt den Referenten Wolfram Stutz und kündigt seinen Vortrag an.
Zu Beginn weist der Schriftsteller Wolfram Stutz auf die Bildsprache des Märchens hin. Er betont den Kontrast, der zwischen dem edlen Bild äußeren Reichtums und der leidvollen inneren Armut besteht, von der die im Luxus lebenden Menschen geprägt sind. Zitat aus dem Märchen: “Als der Jüngling dort eintrat, sah er, dass es ein hoher, festgefügter und geräumiger Bau war; dort waren Gemächer, die einander gegenüberlagen, und Hallen, deren jede einen Springbrunnen hatte, über dem die Vöglein zwitscherten, und auf allen Seiten schauten Fenster in einen schönen Garten, der sich innerhalb des Baues befand. Der Alte führte ihn in eines der Gemächer, das mit buntem Marmor ausgelegt war, während die Decke mit Malereien in Lasur und glänzendem Golde verziert war, auf dem Boden aber lagen seidene Teppiche. Dort sah er zehn Scheiche einander gegenüber sitzen; die waren in Trauergewänder gehüllt und weinten und klagten.”
“Und wie ich mit ihnen dahin fuhr, glaubte ich, es sei ein Traum.” - “Ich fragte mich immer wieder, ob ich schlafe oder wache.”- “Ich konnte die ganze Pracht, die mich umgab, nicht für wirklich halten, sondern dachte, es wäre Irrgänge von Träumen.” Stutz erläutert den Wechsel im Text von der Erzählerperspektive zur Ich-Perspektive.
Im Heinrich-Zimmer des Schlossturms trafen sich gut dreißig Personen zur Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung. Unten rechts in der ersten Reihe der Autor Jürgen Dudzig. in der Mitte von Reihe drei Frau Arnold und Herr Dölemann vom Drewermannkreis Bayreuth.





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